Es hieß einmal, dass Kinder so wie Teig sind – sie lassen sich formen, und man kann alles aus ihnen machen. Nun ist das nicht mehr als korrekt anerkannt- der größte Teil von dem was Kinder und Menschen sind, ist angeboren. Trotzdem bleibt da noch viel Raum für das Erlernte und deshalb macht es noch viel Sinn in die Erziehung der Kinder zu investieren.
Kinder haben den Vorteil, dass sie sehr leicht lernen können. Kinder lernen praktisch die ganze Zeit, auch wenn es manchmal nicht danach aussieht. Deshalb ist der Trend der edukativen Spielzeuge entstanden. Diese versprechen eine bessere Entwicklung des Kindes, und dass es bei allem besser wird. Selbst wenn dies übertrieben ist, ist es korrekt dass Spielzeug einem Kind helfen kann sich zu entwickeln. Eigentlich kann man sagen, dass jedes Spielzeug edukativ ist. Die Frage ist aber wie sehr und in welcher Hinsicht.
Sehr gut für die Entwicklung des Kindes ist Spielzeug, das einen offenen Spielvorgang bietet. Das bedeutet, dass das Kind damit so spielt wie es will, denn es gibt keine vorgegebene Spielweise. Das beste Beispiel sind Bauklötze und Lego. Mit Bauklötzen kann man alles Mögliche machen, und mit Lego Bausteinen gleich noch mehr, weil es mehrere unterschiedliche Formen dafür gibt, und weil sie viel stabiler sind. Das Gute an dieser Art von Spielzeug ist, dass das Kind seine Phantasie einsetzt und kreativ spielt. Kreativität ist wohl das wichtigste bei Kindern und sie bleibt auch am schwierigsten erhalten.
Viele Spielzeug Hersteller verbinden nun ihre Produkte mit Technologie und mit dem PC. Dies ist bestimmt nicht schlecht, weil das Kind somit lernt mit dem Rechner umzugehen oder sogar kleine Programme herzustellen. Selbst wenn es kein Programmierer wird, wird es in Zukunft nötig sein, dass jeder etwas davon versteht. Gleichzeitig bringen diese Spielzeuge auch mehr Möglichkeiten und sie stellen eine direkte Verbindung zwischen einem abstrakten Design und konkreten Dingen auf. Meist wird alles was interaktiv ist als edukativ oder pädagogisch benannt, aber das wichtigste ist, dass das Kind wirklich das Sagen in dem Spielvorgang hat. Kinderlaptops sind aber nicht immer so gut wie sie aussehen. Meist bieten sie nur langbewährte Spiele auf einem Monitor an. Dies macht nicht wirklich Sinn, wenn man bedenkt wie teuer diese sind.
Andere pädagogische Spielwaren sind Fachsets – so wie Chemiesets oder Geschichtesets. Diese erlauben dem Kind selbst einige Experimente durchzuführen und zu sehen wie verschiedenes funktioniert. Ähnlich sind auch Musikinstrumente für Kinder. Doch bei diesen Spielen ist darauf zu achten, dass Kinder allein damit nicht so viel anfangen können. Dieses Spielzeug erregt die Neugier der Kinder und stimuliert ihre Begeisterung, aber ohne die Betreuung eines Erwachsenen bringen sie nicht viel. Nehmen sie sich die Zeit und erklären sie dem Kind wie alles funktioniert und fördern sie den Spielvorgang weiter. So kann mehr als nur ein kurzer Spaß entstehen.
Vergessen sie aber nie, dass es bei Spielzeug nicht darauf ankommt, was das Spielzeug kostet, sondern darauf was es kann und wie sehr es das Kind anspricht. Kinder denken anders und finden oft mehr Spaß an einem einfachen Spielzeug als an einem mit einer außergewöhnlichen Verpackung.