Inflation
Inflation gibt es immer, oder meistens, aber in der nächsten Zukunft werden wir das Wort Inflation immer öfter hören, denn einer der Nebeneffekte der Finanzkrise ist die Steigerung der Inflation.
Inflation ist auch als Geldentwertung bekannt, und bedeutet, dass man für einen bestimmten Betrag Geld weniger Ware bekommt, denn das Umtauschverhältnis zwischen den zwei Elementen ändert sich. Damit Inflation auftritt ist es nötig, dass eine zu große Geldmenge existiert.
Man soll Inflation aber nicht mit anderen Phänomenen verwechseln. Wenn zum Beispiel der Preiss eines Produktes steigt, ist das nicht automatisch Inflation. Ein Beispiel ist der Ölpreis. Denn hierbei geht es nur um ein einziges Gut, und nicht das allgemeine Preisniveau, selbst wenn der Preis für ein Gut auch die Preise für andere Güter ändern kann. Wenn aber neues Geld nachgedruckt werden muss, dann entwickelt sich die Inflation nach oben.
Es gibt eine amtliche Inflation und eine gefühlte Inflation. Die gefühlte Inflation ist das was der Mensch in seinem alltäglichen Leben merkt, und ist somit eine subjektive Sache, während die amtliche Inflation auf einer Mittelangabe beruht, und somit eher objektiv ist. Aber in dieser Mittelangabe werden Daten über alle Güter gesammelt, also auch teure Güter und auch billige Güter. Deshalb kann es sein, dass die Inflation, die der Verbraucher spürt der keine Luxus Güter kauft, eine andere ist.
Inflation kennt zwei Arten, je nach dem was sie auslöst. Die Nachfrageseitige Inflation tritt dann auf, wenn die Nachfrage für verschiedene Güter stark steigt, so dass die Produktion damit nicht Schritt halten kann, und es nötig wird die Preise an zu heben. Wenn mehrere Güter in dieser Situation sind, dann muss einfach mehr Geld gedruckt werden, was Inflation auslöst. Dagegen tritt Angebotsseitige Inflation auf, wenn die Kosten der Produktion eines Gutes sehr stark steigen, so dass auch der Preis angehoben werden muss. Wenn nun viele Personen dieses teure Gut kaufen, muss wieder Geld nachgedruckt werden, und die Inflation steigt. In dem Fall der heutigen Krise liegt die Inflation daran, dass die Kredite sehr viel teurer geworden sind.
Eine Inflation, die mehr als 5 Prozent pro Jahr beträgt, wird als schwer bezeichnet, denn das Geld verliert den Tauschwert sehr schnell. Wenn dass sehr weit geht, verliert es den Wert und es wird von etwas anderem ersetzt. Zum Beispiel waren Zigaretten nach dem zweiten Weltkrieg viel gefragter als Geld. Auch ist es möglich, dass eine andere Währung benutzt wird. Wenn das aber passiert, gehen viele Unternehmen Pleite weil sie in der neuen Wirtschaftswelt nicht überleben können.
Bei der Inflation gibt es aber auch Gewinner, zum Beispiel den Staat. Denn seine Außenschulden werden entwertet und manchmal kann der Staat diese Strategie sogar wirklich zu seinem Nutzen umsetzen. Aber die, die ein Geldvermögen haben, verlieren sehr viel, denn die Inflation frisst das Vermögen praktisch auf. Aber auch die Besitzer der Wertpapiere verlieren im Falle der Inflation.
Im 20. Jahrhundert erlebte Deutschland zwei Mal große Inflation: erst in 1923 und danach zwischen 1939 und 1948. Wenn es für lange Zeit schwere Inflation gibt, muss eine Währungsreform gemacht werden, und das Wirtschaftssystem wird wieder stabilisiert.



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